NEBENFUNKTIONEN

Programmübersicht
Für jede Anforderung die passende Türlösung. Mit dem umfangreichen Herholz Türenprogramm im Bereich von Feucht- und Nassraumtüren können sämtliche Wünsche realisiert werden.

Allgemeines zur mechanischen Beanspruchung
Innentüren sind je nach Einsatz mehr oder weniger starken, sich zumeist wiederholenden Einwirkungen (harten Stößen, Verwindungen, Verformungen) ausgesetzt.

Prüfung und Klassifizierung
Prüfung nach DIN EN 947, DIN EN 948, DIN EN 949, DIN EN 950.
Die Auswahl der nötigen Klassen erfolgt unter Berücksichtigung der zu erwartenden Beanspruchung.

Beanspruchungsklasse und Einsatzbereiche:

Klassifizierung
nach DIN EN 1192 
Beanspruchung nach   RAL  Einsatzempfehlung
Klasse 1Normal (N)Wohnungsinnentüren
Klasse 2Mittlere (M)Wohnungsinnentüren, Büro- und Verwaltungsgebäude 
Klasse 3Starke (S)Hotels, Kindergarten, Krankenanstalten
Klasse 4Extreme (E)Schulraum, Kasernen, Sonderbauten

 

Allgemeines zum Wärmedurchgangswiderstand
Der Wärmeschutz im Hochbau umfasst insbesondere alle Maßnahmen zur Verringerung der Wärmeübertragung.

Prüfung und KlassifizierungDIN 4108 Wärmeschutz im Hochbau
Die Einstufung der Bauteile erfolgt nach dem sogenannten Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert). Dieser gibt an, wie viel Wärmeenergie bei einem Grad Temperaturunterschied zur Umgebungsluft in einer Zeiteinheit nach außen fließt. Je niedriger der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung eines Bauteils.

Allgemeines zur Differenzklimabelastung
Türelemente, die räumliche Bereiche mit unterschiedlichen Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten voneinander trennen, unterliegen besonderen Belastungen. Das dadurch entstehende Feuchtgefälle führt auf Dauer zu einer Verformung der Tür.

Einsatzbereich
Die Türblattkonstruktionen müssen auf den jeweiligen Einsatzbereich mit deren Temperatur- und Luftfeuchtigkeitseigenschaften abgestimmt werden. Die Prüfgrundlage DIN EN 1121 mit den Angaben zu unterschiedlichen Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten soll bei der Auswahl behilflich sein.

Prüfung und Klassifizierung
Prüfung nach DIN EN 1121,
Klassifizierung nach DIN EN 12219.

KATEGORIE I
Prüfklima a
Normale Klimabeanspruchung
Warme Seite: ± 2 23°C / ± 5 30 % RLF1)
Kalte Seite: ± 2 18°C / ± 5 50 % RLF1)

KATEGORIE II
Prüfklima b
Mittlere Klimabeanspruchung
Warme Seite: ± 2 23°C / ± 5 30 % RLF1)
Kalte Seite: ± 2 13°C / ± 5 65 % RLF1)

KATEGORIE III
Prüfklima c
Hohe Klimabeanspruchung
Warme Seite: ± 2 23°C / ± 5 30 % RLF1)
Kalte Seite: ± 2 3°C / ± 5 85 % RLF1)
1) RLF = relative Luftfeuchtigkeit.

 

Klassifizierung nach DIN EN 12219

Klasse Prüfparameter  Klasse 0 [mm]Klasse 1 [mm] Klasse 2 [mm] Klasse 3 [mm] 
Verwindung, T*)8,04,02,0
Längskrümmung, B*)8,04,02,0
Querkrümmung, C*)4,02,01,0
Lokale Ebenheit gemäß DIN EN 1530:2000-06 (0,4)gemäß DIN EN 1530:2000-06 (0,3)gemäß DIN EN 1530:2000-06 (0,2)

 

RAL GÜTEZEICHEN

Einsatzempfehlungen

Für die Eigenschaften des RAL Gütezeichens ­Innentüren aus Holz und Holzwerkstoffen haben die Expert:innen des Güteausschusses konkrete Einsatzempfehlungen ausgespro­chen, um die richtige Nutzungsklasse für den konkreten Einsatz­bereich zu finden. Diese stehen den ­Kund:innen als Wegweiser durch den Türendschungel hilfreich zur Seite. Die richtige Tür und Zarge für Ihre Ansprüche zu finden, ist schließlich zentral für die Lebensdauer der Tür und damit die Zufriedenheit der Kund:innen.

 Wohnungsinnentüren  Bad/WCWohnungseingangstüren1Schulungsräume,
Sprechzimmer, Verwaltung,
Büro, Praxis
Kindergarten,
Krankenhaus,
Hotelzimmer
Schulraum,
Herbergen,
Kasernen
Großküchen,
Kantinen, Labor,
Bad/WC
Hygrothermische
Beanspruchung (KKL)
IIIIII/III2IIIIII
Mechanische
Beanspruchung (MEB)
NNS1MSES/E2
Oberflächenbeständigkeit (OFB)NNNMS/E3S/E3E
Kantenstoßfestigkeit (KSF)NNMM/S2SS/E2S/E2
Feuchte- und
Nässebeständigkeit (FNB)
/FR2//FR2FR2FR/NR2

1. Die DIN SPEC 18105 – 9/2019 Wohnungseingangstüren – Anforderungen und Merkmale definiert neben dem Schallschutz nach DIN 4109 für die hygrothermische Beanspruchung Klasse 2c = Klimaklasse III und für die Einbruchhemmung die Klasse RC2. Die RC2-Elemente sind in aller Regel Klasse „E“ bzgl. der mechanischen Festigkeit.
2. Auswahl unter Berücksichtigung der zu erwartenden Beanspruchung.
3. Auswahl bei dem Einsatz von Wischmaschinen

 

Urkunden

Türblatt KKL-II (04-0001)

Türblatt KKL-III (04-0002)

Türblatt MEB-S (04-0003)

Türblatt KSF-E (04-0004)

Türblatt KSF-M (04-0005)

Türblatt KSF-N (04-0006)

Türblatt KSF-S (04-0007)

Türblatt KKL-I (04-0008)

Türblatt KKL-II (04-0009)

Türblatt KKL-III (04-0010)

Türblatt MEB-N (04-0011)

Türblatt MEB-M (04-0012)

Türblatt MEB-S (04-0013)

Türblatt MEB-E (04-0014)

 

Hinweise und Erläuterungen

KKL: In Bereichen mit langfristig höherer relativer Luftfeuchtigkeit oder bei Türblättern mit einer Höhe über 2,11 m werden Türen der nächst höheren Klimaklasse empfohlen. Bei Türen zu Treppenhäusern ist immer die Klimaklasse „III“ zu wählen. Für Laubengangtüren, also Türen die Außenklima ausgesetzt sind, reicht Klimaklasse „III“ nicht aus.
MEB: Die mechanische Beanspruchung bezieht sich auf die gesamte Stabilität von Türblatt und Zarge in Verbindung mit den eingebauten Beschlägen.
Die Klasse „E“ berücksichtigt dabei massive Belastungen, wie sie im öffentlichen Bereich vorkommen können.
OFB: Die Oberflächenbeständigkeit berücksichtigt speziell die Dauerhaftigkeit der Türblatt- bzw. Zargenoberfläche gegen Kratzer, Reinigungsmaschinen, Verschmutzungen und ähnliche, die Oberfläche strapazierende Vorgänge.
KSF: Bei der Kantenstoßfestigkeit wird speziell der Widerstand der Kanten des Türblatts gegen harte Stöße, z.B. durch Krankenbetten oder Koffer im Hotel bewertet.
FNB: Die Feuchtebeständigkeit berücksichtigt in zwei Klassen, wie gut das Türblatt gegen Feuchte- und Nässeeinwirkung geschützt ist. Feuchtraum steht dabei für gelegentliche Einwirkung, wogegen Nassraumprodukte häufig mit viel Wasser in Verbindung kommen können.

Türblatt und Zarge sollten aus korrelierenden Klassen gewählt werden.
N: normale Beanspruchung; M: mittlere Beanspruchung; S: starke Beanspruchung; E: extreme Beanspruchung